Bei einer Implantat-Operation wird eine künstliche Zahnwurzel an der zuvor geplanten Position in den Kiefer eingesetzt. Für ein verlässliches Ergebnis sind nicht nur der Eingriff, sondern auch Vorbereitung, Einheilung, Zahnersatz und langfristige Pflege entscheidend.
Vor der Implantat-OP
Die Planung beginnt mit einer Untersuchung von Zähnen, Zahnfleisch, Biss und Knochenangebot. Vorhandene Entzündungen sollten behandelt sein. Bitte informieren Sie uns vollständig über Vorerkrankungen, Allergien und Medikamente – insbesondere Blutverdünner und Medikamente, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen. Medikamente dürfen nicht ohne Rücksprache mit den behandelnden Ärztinnen oder Ärzten verändert werden.
Prothetisches Ziel
Die spätere Krone, Brücke oder Prothese bestimmt, wo das Implantat funktionell sinnvoll positioniert werden kann.
Anatomische Planung
Geeignete Bildgebung unterstützt die Beurteilung von Knochen, Nerven, Wurzeln und Kieferhöhlen.
Persönliches Risiko
Mundgesundheit, Allgemeinerkrankungen, Medikamente und Rauchen fließen in die Entscheidung ein.
Wie läuft der Eingriff ab?
Nach der vereinbarten Betäubung wird das Implantatbett vorbereitet und das Implantat in den Kiefer eingesetzt. Abhängig vom Befund wird die Wunde verschlossen oder ein Aufbau kann sichtbar bleiben. Ob eine provisorische Versorgung sofort möglich und sinnvoll ist, hängt von der Stabilität und der individuellen Belastungssituation ab.
Wenn Knochen fehlt, kann ein Knochenaufbau gleichzeitig mit der Implantation oder in einem vorgelagerten Eingriff erfolgen. Das lässt sich nicht pauschal entscheiden.
Die ersten Tage danach
- Wange von außen nach persönlicher Anweisung kühlen, ohne die Haut zu unterkühlen.
- Während der Betäubung nicht essen und mit heißen Getränken vorsichtig sein.
- Wunde und Operationsgebiet nicht mechanisch reizen.
- Am Operationstag körperliche Anstrengung vermeiden; weitere Belastung nach Anweisung steigern.
- Verordnete Medikamente genau nach Plan einnehmen und keine eigenen Änderungen vornehmen.
- Kontrolltermine wahrnehmen, auch wenn die Heilung unauffällig erscheint.
Bei anhaltender Blutung, zunehmender statt abnehmender Schwellung, Fieber, deutlichem Krankheitsgefühl oder neu auftretenden Gefühlsstörungen kontaktieren Sie bitte zeitnah die Praxis beziehungsweise den zuständigen Notdienst.
Einheilung und Zahnersatz
Das Implantat benötigt Zeit, um stabil in den Knochen einzuheilen. Erst wenn die Voraussetzungen stimmen, erfolgt die weitere prothetische Versorgung. Die Dauer hängt von der Region, Knochenqualität, einem möglichen Aufbau und dem individuellen Heilungsverlauf ab. Eine feste Zeitspanne für alle Patientinnen und Patienten wäre daher unseriös.
Häufige Fragen zur Implantat-Operation
Ist die Implantation schmerzhaft?
Der Eingriff erfolgt unter einer individuell vereinbarten Betäubung. Nach dem Eingriff können Wundschmerz und Schwellung auftreten. Wir besprechen vorher, welche Maßnahmen für Sie geeignet sind.
Kann ein Implantat sofort belastet werden?
Eine Sofortversorgung ist nur bei geeigneten Voraussetzungen möglich. Entscheidend sind unter anderem Primärstabilität, Knochen, Position und Belastung. Die Entscheidung fällt anhand des konkreten Befunds.
Wann kann ich wieder arbeiten?
Das hängt von Umfang und Lage des Eingriffs sowie Ihrer Tätigkeit ab. Für körperlich belastende Arbeit kann eine längere Schonzeit nötig sein als für eine ruhige Bürotätigkeit.
Was passiert, wenn das Implantat nicht einheilt?
Dann muss die Situation untersucht und das weitere Vorgehen neu geplant werden. Je nach Ursache und Befund können eine Entfernung, eine Heilungsphase oder eine alternative Versorgung infrage kommen.
Oralchirurgischer Schwerpunkt
Eingriff präzise planen
Dr. Dr. Robert Frey bespricht Befund, Behandlungsoptionen und Nachsorge persönlich mit Ihnen.
